Hallo Frau Wache,
anbei ein paar Fotos von einem absoluten Traumhund ;-)
So einen wie Sofia (Chica heißt sie jetzt) habe ich noch nicht gehabt, die ist der absolute Wahnsinn!
Ich werde nächste Woche versuchen einen kleinen Bericht zu schreiben.
LG aus paderborn
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Erster Bericht aus dem neuen Zuhause
Wie bei so vielem war auch bei Chica das Ende auch wieder ein neuer Anfang. Völlig geschockt war ich, als ich im September meine Emma mit nur 6 Jahren tot im Auto liegen hatte, ganz plötzlich und unerwartet. Plötzlicher Herzstillstand war die unbefriedigende Diagnose des Tierarztes und der Schock ist auch jetzt, nach mehr als 2 Monaten, noch nicht restlos überwunden.
Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass ich so etwas nie mehr wieder erleben will und darum keinen Hund mehr will, aber jeder Tag brachte immer wieder aufs Neue diese Situationen, wo man es vermisst, jemanden um die Beine wuseln zu haben und abends den Gedanken, dass man doch noch mal vor die Tür muss.
Nachdem die erste Trauer vorbei war, schlich sich immer wieder der Gedanke ein, dass ich doch kein Leben so ganz ohne Hund wollte. Es folgten Besuche in diversen Tierheimen und dort auch mal ein Spaziergang mit einem eventuellen Kandidaten. Aber einerseits war es wohl noch zu früh und andererseits erinnerten sie mich irgendwie immer noch alle an Emma.
Dann kam ich durch einen privaten Kontakt mit jannadogs.de in Berührung und las zum ersten Mal etwas über die Situation der Hunde in Spanien. Beim Stöbern durch die einzelnen Profile fiel mir ein Hund auf, den ich mir in den folgenden Tagen immer mal wieder anschaute. Sie hieß Sofia (was ich für einen Hund total unpassend fand) und gefiel mir durch die dunkle Gesichtsmaske gleich von Anfang an. Dass sie ein Podenco-Mix war, veranlasste mich, weitere Informationen zu der Rasse zu besorgen. Was ich da so fand interessierte mich nur noch mehr. Von da war es nicht mehr weit bis zu dem Schritt nachzufragen, wie sie aus Spanien herkommen könnte. Dank der tollen Betreuung durch Frau Sieben aus Alsdorf, der ich an dieser Stelle nochmals herzlich danke, hatte ich bald alle notwendigen Informationen um mich in Ruhe zu entscheiden (was ein kurzes Gespräch und 5 Minuten Überlegung bedeutet).
Sofia
Mir wurde dann gesagt, dass sie wohl noch im November nach Deutschland kommen würde, wann genau, könne man nicht sagen, jedenfalls müsste ich sie dann in Düsseldorf am Flughafen abholen. Nichts Böses ahnend verbrachte ich das Wochenende 18./19.11. bei meinen Eltern, natürlich in keinster Weise auf Hund eingerichtet. Samstagabend kam dann der Anruf, dass Sofia am Sonntagabend gegen 22:30 Uhr in Düsseldorf ankommen würde. Dass es so schnell klappen würde, hatte ich nicht gedacht. Ich hatte weder Leine noch Halsband oder gar Hundefutter dabei, aber Frau Sieben meinte, das sei kein Problem, dafür wäre gesorgt. Also stand ich dann am 19. so ab 22:15 mit ziemlich gespannter Erwartung in Düsseldorf am Flughafen zusammen mit Frau Sieben, einer Bekannten und zwei weiteren Abholern und harrten der Dinge, die da kommen sollten.
So gegen 23:00 kam dann Frau Wache mit der ersten Transportkiste durch den Zoll, Es war Sofia, die ich gleich durch die Öffnungen begrüßte und ihr klar machte, dass ich sie in Chica umgetauft hatte, angesichts ihrer Herkunft und ihres Geschlechts passend, wie ich fand. Sie wirkte ein wenig groggy, was angesichts des Fluges sicherlich verständlich war. Sie machte aber einen sehr interessierten Eindruck und war sehr zutraulich. Nachdem Frau Wache auch mit dem zweiten Hund durch den Zoll war, gingen wir mit den zwei Transportboxen hinunter in die Tiefgarage. Dort wurden wie Hunde aus den Boxen gelassen und ich hatte zum ersten Mal die Gelegenheit, meine Chica zu bewundern, was ich auch ausgiebig tat. Sie war zwar ein wenig schüchtern und vorsichtig, lies sich aber problemlos anfassen und fasste auch schnell Zutrauen. Wir erledigten noch die Formalitäten mit Kaufvertrag und Impfpapieren, ich bekam noch einen Beutel Hundefutter in die Hand gedrückt und machte mich mit meiner süßen Kleinen auf den Weg. Das Auto fand sie ein wenig komisch und wollte erst nicht hinein, aber nach ein wenig gutem Zureden saß sie gleich vorne auf dem Beifahrersitz. Es ging durch die Tiefgarage zur Ausfahrt und auf dem Weg dorthin nochmals an Frau Wache und Frau Sieben vorbei, die sichtlich erfreut waren, dass es so problemlos klappte.
Auf dem Weg nach Hause zu meinen Eltern schlief Chica fast de ganze Strecke auf dem Sitz. Dort angekommen, gingen wir erst mal ein wenig Gassi (um 1:00 nachts) wobei sie sich allerdings nicht löste. Ich schob das dem Flug zu und dem Umstand, dass sie wohl in den letzten Tagen sehr wenig gefressen hatte. Ursache dafür war, dass sie erst 1 Woche vorher sterilisiert worden war und im Tierheim in Spanien wohl einigen Attacken größerer Hunde ausgesetzt gewesen war. Am Montag Morgen ging ich mit ihr in den Garten meiner Eltern, wo sie aufgeregt schnüffelnd den Rasen inspizierte und sich dann auf einen Stück Blumenbeet niederließ und sich löste. Als ich sie hierbei lobte, merkte ich förmlich, dass sie erleichtert war, alles richtig gemacht zu haben. Sie lief dann in einem Wahnsinnstempo durch den Garten und freute sich offensichtlich.
Wir fuhren dann nach Düsseldorf, da ich dort bei einem Kunden arbeiten musste und sie mit hoch nehmen durfte. Was dann folgte, war die erste in einer ganzen Reihe von Überraschungen. Hatte Chica beim Hochlaufen der Stufen noch Probleme, weil sie
das offensichtlich nicht gewohnt war, verhielt sie sich oben im Büro mustergültig. Sie war innerhalb von Minuten der Mittelpunkt des allgemeinen Interesses und ließ sich von jedem anfassen und streicheln. Danach legte sie sich anstandslos in die ihr zugewiesenen Ecke, freute sich jedes Mal, wenn jemand zu ihr kam und Zeit hatte und war sonst die ganze Zeit nicht zu merken. Anschließend fuhren wir dann nach Paderborn, wo sie zum ersten Mal ihr neues Zuhause in Augenschein nahm. Ich hatte in dieser Woche noch weitere Kundentermine, die alle auf die gleiche Art abliefen. Wohin dieser Hund auch kommt, sie gewinnt sofort durch ihr liebevolles zurückhaltendes Wesen alle Herzen.
Ich konnte sie am dritten Tag schon – weitab von allem Geschehen – ohne Leine laufen lassen, sie kommt nach kurzer Zeit von ganz alleine zurück, scheinbar um sich davon zu überzeugen, dass alles okay ist. Sie hat schnell gelernt, dass sie nur ins Bett darf, wenn ich sie dazu auffordere (oder schlafe…). Sie war bis auf drei Ausrutscher, wo ich wohl auch nicht genug auf ihre Zeichen geachtet habe, absolut stubenrein. Sie meldet sich, wenn sie Hunger oder Durst hat oder raus muss. Sie achtet auf alle Zeichen, ob sie etwas richtig oder falsch macht, sie macht Sitz und Platz mit nur ganz kleinen Hilfen,meistens reicht ein Fingerzeig, sie liebt es Vögel oder Hasen zu jagen, was keinerlei Probleme macht, da ich sie eh nur dort ableine, wo sie laufen kann. Ich habe noch keinen Hund erlebt, der so leinengängig ist. Bei allem merkt man, sie sehr sie bestrebt ist, alle richtig und keinen Fehler zweimal zu machen. Dabei hat sie aber durchaus ihren eigenen Kopf. Wenn sie der Meinung ist, dass sie noch eine Runde mehr Gassi gehen sollte, weigert sie sich einfach strikt, ins Auto zu gehen und man tut gut daran, solche Zeichen zu beachten. In Abwandlung eines alten Sprichwortes kann man nur sagen:
„Ein Hund aus Gold, innen wie außen“
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11. März 2007
Hallo Frau Wache ;-)
jetzt sind es fast 4 Monate, dass Chica hier bei mir ist. Die anfängliche Euphorie hat sich bis heute fortgesetzt. Ich gehe mit ihr regelmäßig hier in Paderborn auf die Hundewiese. das hat Chica, die am Anfang recht ängstlich im Umgang mit anderen Hunden war, einen deutlichen Schub für ihr Selbstbewusstsein gebracht. Sie liebt es, die anderen Hunde dort dazu zu bringen, ihr nach zu laufen, was sie dann natürlich nach Belieben steuern kann. Einzig ein spanischer Galgo kann da locker mithalten. Auch was das Gehorchen angeht, ist sie immer noch absolut vorbildlich, total leicht zu lenken und selbst wenn sie hinter einem Hasen her ist, kommt sie gleich zurück. Nachts nehme ich sie mit ins Feld und lasse sie dann ca. 5 km laufen, dadurch schläft sie dann auch durch. Sie frisst wie ein Scheunendrescher, aber nur soviel sie sie Hunger hat, der rest bleibt stehen. Im Moment haben wir den Hund einer Bekannten als Ferienhund hier, auch das klappt problemlos!
Mein Fazit ist immer noch: Der absolute Traumhund!
Ich habe noch ein paar neuere Bilder beigefügt!
Weiterhin alles Gute für Ihre tolle Arbeit!
Liebe Grüße aus Paderborn
W.S.
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