Hallo Frau Sieben,
Rufus und mir geht es prima! Der kleine Hund wächst und gedeiht und hat in den letzten zwei Tagen nun auch schon Pferde kennengelernt.
Seine Ängstlichkeit wird (in Ausnahme vor Männern) von Tag zu Tag besser und ist hier in vertrauter Umgebung schon gar nicht mehr zu spüren. Er hat eine Menge Blödsinn im Kopf (wie es sich gehört), scheint unglaubliches Vertrauen zu mir zu haben und nach einer weiteren Wurmkur hat sich sein Heißhunger auf Matsche und ähnliches auf ein normales Maß eines jungen Hundes reduziert. Kurz: alles toll!
Anbei ein paar Bilder (unter anderem eines mit unserem "gefährlichen Kampfhund" (sein liebster Freund),
herzliche Grüße und einen guten Rutsch
M.P.
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Neues im Oktober 2007
Liebe Frau Sieben,
nach langer Zeit schaffe ich es nun endlich mal wieder ein paar Zeilen zu berichten. Ich habe mir grad nochmal durchgelesen, was über Rufus auf der Internetseite bereits steht und bin erstaunt: Das hat kaum noch etwas mit dem Hund zu tun, der neben mir liegt. Angst??? Ein bisschen mehr würde meinen Nerven manches Mal gut tun! ... Obwohl - doch, vor Männern ist sie immer noch da und ich vermute, sie ist so tief verwurzelt, wie sein Jagdtrieb. Nur dass er so selbstbewusst geworden ist, dass diese Angst - wenn sie auftaucht - auch schonmal in Kampfansage umschlägt. Wer dann noch an das "süsse Hündchen" dran will, muss verdammt motiviert sein. Von diesen zwei Makeln (Angst vor Männern und der Podenco-typische Jagdtrieb) abgesehen, ist Rufus ein Traum geworden. Ein selbstbewusster Hund mit unerschöpflicher Lebensfreude und viel Vertrauen, auf dass ich auch stolz bin.
Wie ich Ihnen schon einmal am Telefon berichtet habe, ist er ein echter Held. Und hier kommt die Geschichte auch endlich mal schriftlich:
Meine Vermieterin hatte mich besucht und verließ das Haus. Kurze Zeit später (vielleicht 30 Sekunden) nachdem sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, rastete meine Hund buchstäblich aus. Er war im Garten, bellte unaufhörlich und rannte die ganze Zeit zwischen offener Terrassentüre und Haustüre hin und her. Nach einer Weile bin ich zur Tür gegangen, um ihn rein zu holen. Ich dachte, er habe sich vor irgendetwas erschrocken und spielt "großes, wildes Tier". Als er mich sah, rannte er in eine für mich nicht einsehbare Ecke des Gartens, kam zurück, bellte mich an, lief wieder dorthin, etc. Nach einer für den Hund wohl endlosen Zeit des Hin und Her habe ich es begriffen und bin mitgegangen. Das, was er mir ganz offensichtlich zeigen wollte, war meine Vermieterin, die nach einem Sturz bewusstlos in der Ecke lag! Ich war - und bin es jetzt noch, wenn ich darüber schreibe - sprachlos erstaunt! Leider hatte ich - aus verständlichen Gründen - zunächst keinen Sinn mehr für meinen Hund, der - wie ich nach Eintreffen des Notarztes feststellte, mit runterhängenden Ohren auf seinem Platz zusammengekauert lag. Da ich ihn mehr oder weniger aus dem Weg geschuppst hatte, um sofort ins Haus zu rennen und das Telefon zu holen, hielt er sein Verhalten offenbar für falsch. Dabei war er doch der Held des Geschehens!
Bei meinem Job wird der Hund zwischenzeitlich auf der Bühne mehr fotografiert als wir Musiker, da er stets gelassen hinter mir liegt und schläft. In den letzten Tagen haben wir durch den Befehl "Tür zu!" die Terrassentüre einem starken Belastungstest unterzogen und heute abend hat Rufus gelernt, wie man "5 gibt". Auf Kommando umfallen kann er schon seit langem perfekt!
Sie sehen, Frau Sieben, bei diesem Hund hat sich all' Ihr Einsatz mal wieder gelohnt!!!
Rufus im Oktober 2007
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