Rita

Wie ein Flugpate zum großen Glück wurde!

Eigentlich wollten sie etwas Gutes tun und einem Hund aus Spanien helfen und ihn über eine Flugpatenschaft nach Deutschland mitnehmen. Doch schon am Flughafen war es um die Flugpaten geschehen. Sie sahen Rita, Rita sah sie und da war er da, der Schicksalspfeil. Getroffen. Es paßte einfach alles herrlich und so wurde aus der armen verlassen Rita ein glücklicher Vierbeiner und zwei glückliche Menschen. Doch lesen Sie selbst:


Aus dem neuen Zuhause:


Hallo Susanna, hallo Frau Sieben!

Zuerst einmal viele liebe Grüße. Hier ist es noch sehr verregnet. Ich sehe keine Sonne und man kann noch nicht einmal draußen sitzen. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf: Bald kommt der Sommer.

Ja, wir sind immer noch der Meinung, dass wir (alle) die richtige Entscheidung getroffen haben, als wir Rita zu uns geholt haben. Die Rückfahrt (ca. 310 km) zog sich leider etwas hin, aber Rita hat das mit Bravour gemeistert. Wir haben einfach zwei Pausen eingebaut und danach ging es uns allen bessern. Die Ankunft gestaltete sich als völlig unproblematisch. Erst einmal das Gartentor schließen, Rita aus dem Auto lassen und dann ging alles wie von selbst. Rita wollte zuerst ins Haus. Dort warteten natürlich schon Kater Carlo und die Katze Zora auf uns. Zora nahm Reissaus, aber Carlo war ganz mutig und sah sich die große schwarze Rita aus der Distanz an. Für die beiden war "der Fall" fast sofort geklärt. Keine Rivalen.

Bei Zora dauerte die ganze Sache aufgrund ihrer eigenen Vergangenheit jedoch ein wenig länger. Heute ist sie schon viel mutiger und beäugt Rita schon viel mehr und ohne Angst. Ich bin der Meinung, dass es trotzdem bald auch zu einer gute Beziehung zwischen Rita und Zora kommen wird. Rita möchte ja eigentlich nur spielen.

Ich denke, Rita hat sich schon recht gut eingewöhnt. Mittlerweile hat sie auch ein eigenes großes "Bett", nämlich ein riesengrosses Körbchen, das sie innig liebt. Das ist ihr Rückzugsort und da streckt sie sich so richtig aus. Aber es gibt natürlich noch viele andere Plätze, die sie liebt, so auch unser Sofa, das wir beide uns teilen. Der"Herr im Hause" bekommt dann das zweite -kleine- Sofa. Alles gerecht geteilt.

Die Spaziergänge haben wir die ersten Tage noch nicht so ausgehnt. Ich hatte schon das Gefühl, dass das alles recht neu für Rita ist. Aber mittlerweile gehen wir morgens eine Stunde lang und nachmittag waren es gestern z.B. schon 1,5 Stunden, teilweise sogar - für uns zumindest - im langsamen Trab. Und danach, sorry, das haben wir ihr schon angewöhnt, geht es in unseren Garten und da wird gespielt und gerauft. Am Anfang traute sich Rita gar nicht, konnte mit dem Spielzeug überhaupt nichts anfangen, hatte sogar ein wenig Angst davor. Aber mittlerweise fordert sie uns schon zum Ballspiel auf. Danach hat sie dann noch ihre "dollen fünf Minuten" und sie läuft wie der Blitz in unserem doch recht großen Garten hin und her, von einer Ecke in die andere. Dann ist sie zufrieden, legt sich auf den Rasen und fordert ihre Streicheleinheiten. Und natürlich dann eine Ration Futter.

Ich weiß zwar gar nicht, welche Befehle Rita in Spanien ausgeführt hat, aber hier hat sie in der kurzen Zeit schon recht viele gelernt. Da sie doch recht groß und zusätzlich noch schwarz ist, haben die meisten anderen Mensche Respekt vor ihr. Daher haben wir sofort angefangen, ihr gewisse Befehle zu geben. Auf diese Kommandos hört sie recht gut und wir werden weiter daran arbeiten. Aber beim Üben ist uns schon aufgefallen, dass Rita doch richtig großen "Hunde-Dickkopf" hat. Ich aber auch...

Für das Wochenende planen wir einen Besuch in einer Hundepension, die gleichzeitig auch wöchentliche Freiläufe auf einem eingezäunten Gelände von 20.000 qm für Windhunde und alle anderen Hunde bietet. Sollte auch Rita am Auslauf und Kontakt mit vielen anderen Hunden Spaß haben, haben wir vor, das regelmäßig mit ihr zu unternehmen.

Für die nächste Woche ist dann erste Besuch bei der Tierärztin unseres Vertrauens geplant. Zum Kennenlernen und Beschnuppern. Und dann haben wir heute morgen erfahren, dass es ganz bei uns in der Nähe eine Hundeschule gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass wir mit Rita diese Schule besuchen werden. Wollen wir aber zunächst noch ein wenig abwarten und auch davon abhängig machen, wie sie so am Wochenende beim Hundeauslauf reagiert.

Nach unserem Urlaub haben wir natürlich die ganze "Zufalls-Geschichte" von Rita erzählt und viele neugierig gemacht. Rita hat daher doch schon recht viele Menschen kennengelernt. Und alle sind einfach genauso beigeistert wie wir: "Sie ist eine gaaaaaaaaaaanz liebe tolle Hündin" und wir sind sehr froh, dass sie jetzt bei uns sein darf. Wir hoffen auch noch viele schöne Jahre mit ihr und sind auf jeden Fall auf jeden weiteren Tag mit ihr gespannt.

Anbei noch ein paar schöne - finde ich zumindest - Fotos von Rita. Aber es ist doch ein Problem, Rita zu fotografieren. Sie hält nicht still und die dunklen Augen in dem dunklen Gesicht ... ja, das ist schwierig.

So, das war ein wenig von der "kleinen" Rita, die zur zeit einfach nur schläft. Rita läßt auch viele liebe Grüße zu Euch schicken und sagt: "Danke für Alles"!

Viele Grüße senden

Susanne und Jürgen mit Rita, Carlo, Zora und den vier Wellensittichen





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