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Hunde in der Tötungsstation

Welche Rasse paßt zu mir?

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Hier eine Beispiele dafür!

Viele haben sich sicher schon mit dem Thema beschäftigt: Was kann man mit dem Hund für Spiele machen? Im Internet finden sich viele Spiele, doch probiert man dies dann mit dem eigenen Hund aus, merkt man oft, dass diese ihm entweder nicht gefallen oder man mit dem eigentlichem Ziel des Spiels man eher sein Verhalten in eine unerwünschte Richtung lenkt. Ein wichtiger Punkt an dieser Stelle kann sein, daß Sie dann nicht individuell auf seine Rasse eingegangen sind und der damit verbundenen *Vorlieben*. Diese sind wichtig für das Interesse an vierschiedenen Spielarten.

Denn was einem Border Collie Freude bereitet, langweilt einen Mops. Was einem schüchternem Hund Selbstvertrauen bringt, kann bei einem dominanten Hund Probleme verursachen. Mit Beutespielen kann man einem unsicheren Hund beim finden seines Selbstbewusstsein helfen, wendet man aber diese Spiele bei einem dominanten Hund an, kann dies sogar Probleme verursachen.

Sie sollten sich daher mit der Rasse beschäftigen und sich anschauen, welche Vorlieben diese mit sich bringt und dies in Ihre Spiele einbauen bzw. berücksichtigen. Natürlich kommt der individuelle Charter des Hundes hinzu, ebenso wie körperliche Einschränkungen. Nicht jeder Hund ist für jedes Spiel geeignet. Besondere Vorsicht ist daher auch bei älteren Hunden geboten, die unter Umständen unter Gelenkproblemen leiden. Aber auch bei sogenannten *kurznasigen Hunden* sind einige Dinge zu berücksichtigen. Bei schweren Hunden sollte man das Gewicht und deren Belastbarkeit berücksichtigen, genauso wie die Wetterverhältnisse, da bei starker Hitze die sportlichen Lauf- und Ausdauerspielen sicherlich nicht geeignet sind. Auch Hunde mit langen, empfindlichen Wirbelsäulen – wie Dackel – sollte man körperlich nicht überbeanspruchen.

Gleiches gilt für den Winter mit rheumatischen Hunden. Ebenso verbieten Operationen und Trächtigkeit körperlich anspruchsvolle Spiele. Für diese bieten sich Spiele an, wo der Hund eher geistig beansprucht wird.

Heute daher einige Rassen und die passenden Spielarten:

Herdenschutzhunde und molossoiden Hunde:

Herdenschutzhunde sind keine geborenen Spieler, da man sie ja für den *Schutz* eher gezüchtet hat. Man sollte diese Hunde daher durch leichte Kopfarbeit und Sozialisierungsspiele zum Spielen animieren. Unterlassen sollte man bei diesen sog. *Rangspiele*. Zerr-, Kraft – und Wettspiele sollten daher nur nach festen Regeln gespielt werden, die durch den Besitzer geleitet, aber auch beendet werden. Molosser lieben oft Raufspiele mit anderen Hunden, wobei man aber die Beißhemmung und Kontrollierbarkeit des Hundes strengens im Auge behalten werden sollte.

Laufhunde und Vorstehhunde: Hier sollte Wert auf Nasen- und Fährtenarbeit gelegt werden. Sollten diese Hunde nicht jagdlich geführt werden, empfiehlt es sich, den Hunden spielerisch beizubringen, dass jagdlicher Erfolg nur an der Seite des Herrchens zu erlangen ist. Dies kann dadurch stattfinden, dass entweder regelrechte Fährtenarbeit mit Ihnen gemeinsam durchgeführt wird. Man kann diesen Hunden beibringen, dass sie allein durch das Anzeigen - sprich bermerkbar machen das sie eine Spur gefunden haben - diese durch Sie belohnt wird. Hier lernt der Hund, daß nicht die Jagd im Vordergrund steht, sondern das *Finden*. Der Hund bekäme beim Verharren, wenn er Wild sieht, beispielsweise ein Leckerchen. Es kann aber auch bedeuten, dass man eigenständigen Hunden beibringt, dass Jagderfolg nur an der Seite von Frauchen möglich ist. Beispielsweise indem man vorher die Strecke präpariert und Würstchenverstecke ( Würstchenbaum) anlegt. Da es diese Verstecke natürlicherweise nicht gibt und jeder eigenständige Jagdversuch unterbunden wird, lernt der Hund schnell, dass Jagderfolg nur möglich ist, wenn er eng bei seiner Besitzerin bleibt, dem einzigen Wesen welches diese Beute entdecken kann.

Apportierhunden ( Retriever u.ä.) sollte man das Apportieren abseits von Spaziergängen gezielt ermöglichen, um strikt zwischen Arbeit und Freizeit zu trennen.

Schlittenhunde: Sie lieben jede Art körperlicher Beschäftigung und man kann mit ihnen vom Lauf – über Zugtraining, bis hin zum Agility, alles machen, was körperlich fordert. Mit anderen Hunden lieben sie oft Lauf- oder Transportspiele.

Hütehunde, Schäferhunde, Wachhunde: Nahezu jede Art körperlicher und geistiger Beschäftigung, welche den Schutztrieb oder Territorialinstinkt nicht über Gebühr fordert. Sie lieben oft Jagd-, Hüte- und Treibspiele mit anderen Hunden.

Begleithunde: Jede Art von Partnertraining wie Versteckspiele, Agility, Dogdance, Frisbee, Joggen, ....

Windhunde: Lauf- und Hetzspiele, auch mit anderen Hunden.

Kleinhunde: Denk- und Geschicklichkeitsspiele.

Bei all diesen groben Richtlinien sollte man jedoch das individuelle Temperament des Hundes nicht aus den Augen lassen. Schüchterne Hunde können durch Erfolgserlebnisse selbstbewusster werden. Selbstbewusste Hunde sollte man durch das Spiel an feste Regeln gewöhnen.

Zudem sollten Sie auch wissen, in welchen Bereich Ihr Hund hier einzuordnen ist. Gerne helfen wir Ihnen weiter!