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Vorbericht |
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Tja – und nun sind wir wieder in Deutschland. Doch meine Erinnerungen daran beeindrucken mich noch sehr, sie werden mich wohl auch noch lange begleiten.
Ich möchte diesmal gar nicht so einen detailgetreuen Bericht schreiben, was ich wann und wie gemacht habe, denn vorstellen kann man sich das alles eh nicht wirklich, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Wie oft werde ich gefragt: Muß das sein? Hunde aus Spanien – gibt es denn hier in Deutschland nicht genug??? Und wieder kann ich nur sagen. JA ES MUSS SEIN!!! Wer einmal in einem Zwinger war, indem so ca. 8 – 10 Hunde sitzen und einen regelrecht *überfallen*, nur um gestreichelt zu werden, oder wer einmal gesehen hat, daß der eine oder andere Hund die Hinterlassenschaften des anderen *frisst* und man sich fragt, "hey warum machst Du das bloß" und diese Hunde so froh sind über MENSCHENKONTAKT sind, dieser wird sicher nie wieder fragen: Muss das sein.
Ich habe einige Fotos gemacht und hoffe, genau dies dadurch auch *bildlich* bestärken zu können. Jedes Mal bin ich sehr enttäuscht über meine *Ausbeute* der Fotos, denn ich wollte doch sooo viele machen. Doch wenn man in den Zwingern steht und die Hunde sich nichts sehnlicher wünschen als gestreichelt zu werden, fällt es sehr schwer, sich fürs Foto machen zu entscheiden. Bei den großen Hunden muß man auch schauen, daß diese nicht die Schlaufe vom Fotoapparat erwischen – einfach aus Spaß, weil sie spielen wollen. Freie Hände werden eh sofort angestoßen oder der Kopf einfach drunter geschoben – STREICHELN. Ich weiß, keiner kann sich das wirklich vorstellen – doch es ist so.
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Marbella
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Bericht vom Markt: Ja, jeden Samstag heißt es für die Helfer in Spanien, sich auf den Weg zu machen und in Spanien auf dem Markt Aufklärungsarbeit zu betreiben. Meistens werden dort drei verträgliche Hunde mitgenommen, die es überhaupt nicht schlimm finden, zwischen den Menschen rum zu toben. Mit Flyern und Handzetteln wird auf die Situation der vielen Hunde im Tierheim aufmerksam gemacht und natürlich wird auch jede Spende angenommen. Sie gewährleistet wieder Futter und Medizin, die wirklich dringend gebraucht wird. In Spanien mangels im Moment an Flohpulver. Die Gelder sind knapp. Es war schön zu sehen, dass es wirklich doch einige Menschen gibt, die bereit sind, eine kleine Spende abzugeben. Grausam war allerdings, als ein Auto vorbei fuhr und einfach einen ca. 3 Wochen alten Welpen in den Auslauf schmiss. Ein kleiner Junge, der noch keine Zähne hat und mit der Flasche nunmehr durchgebracht werden muß. Und so landen sie im Tierheim, so wie auch dieser 3 Wochen alte Hund, der noch nicht mal merkt, was überhaupt um sich passiert.
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Bericht aus dem Katzenhaus: Eigentlich reagiere ich mittlerweile allergisch auf Katzenhaare, obwohl ich selbst mit zwei Katzen aufgewachsen bin. Aber das hält mich nicht davon ab, ins Katzenhaus zu gehen. Das Katzenhaus ist wirklich gut ausgestattet und dies durch den Verein Helfende Hände (s. Links). Dennoch finde ich es immer wieder erschreckend wie viele Katzen dort sind. Und was für hübsche. Langhaar, weiße, schwarze, getigert – fehlen tut dort wirklich nichts. Die vielen kleinen Kätzchen haben mich diesmal wirklich erschrocken. Nur eine Handvoll Leben mit einer Zukunft, die im Moment noch keine ist. Wie sehr wünschte ich mir, dass diese ein Zuhause finden. Aber auch die vielen anderen und älteren. Andrea sagte: Schade, ein Zuhause finden immer die *schönen* Katzen. Doch hier sitzen so viele *Unscheinbare*, die sooo lieb und toll sind und leider immer in den Schatten geraten. Die Unscheinbaren sind die schwarzen oder schwarz-weißen. Bei den Hunden ist es ja ähnlich und auch da regt es mich wirklich auf, warum bloß die Farbe des Haarkleides so ein Schicksal bestimmen kann. Aber es wundert mich nicht, denn ist es ja auch im Leben so: Das Schöne ist wichtig und wird beachtet, doch im Schatten warten die, die aufgrund eines *Makels* einfach übersehen werden.
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Junge Katzen auch diese suchen ein Zuhause
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Bericht aus dem Welpenhaus |
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Am Samstag bat man uns, die Puppies doch mit Tabletten zu versorgen, die diese aus Vorsorgegründen brauchen. Bettina fragte: Haste das schon mal gemacht? Klar dachte ich, denn meine Hunde haben ja auch schon mal Tabletten bekommen. Schiebt man in die Backentaschen und fertig. Tja, doch bei Welpen ist das ein wenig anders. Besonders bei so vielen. Und dann auch noch, wenn man keine Leberwurst zum *Hinterherschieben* hat. Also gingen wir zu zweit in den Welpenbereich. Völlig problemlos geplant – ich dachte: "Einer nimmt sich einen auf den Arm, der andere schiebt rein". Ich hab vergessen, dass bei der ganzen Aktion einer der Welpen noch am Hemd hängt, der dies als Spielseil entdeckt hat, der andere einem in die Waden zwinkt, weil er eh ein kleiner Wildfang ist und ein anderer gerade die Gummis deiner Tunnelzughose bearbeitet, zieht und sie perfekt wieder 'schnippen' läßt. Ich vergaß auch, daß die Welpen ernsthaft die Tabletten in den Backentaschen haben und wenn sie runtergesetzt werden, diese wieder fein säuberlich ausspucken. Ich dachte auch nicht daran, dass man dann da steht und denkt: Mist, wer von den allen hat die jetzt wieder ausgespuckt. Und überhaupt standen wir da: Mensch, welchen hatten wir schon, welchen nicht. Ja, alles nicht so einfach und alles einfach unverstellbar – nicht wahr?
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Bericht aus dem Außenbereich der Großen |
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Wir suchten nach einem Hund. Nach Loba, einer Schäferhundin. Uns lag nur ein Foto vor, welches gemacht worden war, als sie ankam. Wir schauten und gingen los. Hm, so viele Schäferhunde hier, doch welche ist bloß Loba? Hat jemand schon mal zwischen 300 Hunden versucht einen speziellen Hund zu finden? Ich dachte: Klar, die haben ja alle eine Nummer. Aber falsch gedacht, denn die hängt normalerweise am Halsband und die kauen die sich gegenseitig ab. Also das mit den Nummer hatte sich schon mal erledigt. Chip dachte ich nur! Ja klar, der ist vermerkt, aber versuch mal in der Masse nen Chip zu überprüfen. Du hast nen Zettel in der Hand, schreibst grad auf und schwups denkt sich einer: Das ist lustig, damit will ich auch spielen und weg ist der Zettel. Du versuchst den Chip zu scannen und der Auserwählte meint, das ist auch ein tolles Spiel und läuft immer im Kreis – schön hinter dem interessanten Scanner hinterher. Und überhaupt. War schon mal einer in einem Zwinger voller sanfter, verspielter Riesen?? Ich war es noch nie und bin total beeindruckt. Der eine schupst Dich an – will spielen. Der andere Riese legt den Kopf an Dich, möchte schmusen. Der andere springt Dich an und das kann weh tun und begrüßt Dich leider viel zu überschwänglich. Tja, ich hatte an diesem Tag einen riesen Striemen im Gesicht, weil einer mir wohl zärtlich durchs Gesicht gehen wollte, doch vergessen hatte, vorher seine Nägel zu feilen. Aber jetzt im ernst: Die waren alle so goldig und lieb, das war der Hammer. Hiermit breche ich die Lanze und zeige mein vollsten Respekt. Vorher war mir wirklich öfters mulimig vor den großen Hunden, doch nun sage ich mit voller Überzeugung – WOW! Total verliebt bin ich in diese großen Kerle und sicher auch in das eine oder andere Mädel ;-)
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Dieser war mein persönlicher Begleiter, denn der wollt mich gar nicht mehr gehen lassen!
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Die Großen |
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Allgemeiner Bericht |
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Irgendwie möchte ich sie ja alle retten – leider geht es nicht. Doch ich hoffe immer auf tolle Menschen, die wissen, daß dort viele tolle Hunde warten. Und ich hoffe auch auf Menschen die Geduld haben, auf einen dieser tollen Hunde zu warten. Ich möchte dabei auf die verzichten, die vor lauter Ungeduld sich *irgendeinen* Hund nehmen, Hauptsache einen – denn genau die wissen nicht, wie schön es ist, einen von diesen Geschöpfen eine Chance zu geben. Dies sollte man wirklich aus voller Überzeugung machen, mit Geduld, Verstand und Herz. Einen Hund zu adoptieren ist leicht, den richtigen zu finden auch, aber das geht nur mit wirklicher Geduld und Bereitschaft. Ich wünschte den hätten einige.
Ich könnte vielleicht über die vielen anderen Bereiche etwas schreiben, aber das sprengt sicher den Rahmen. Es ist nicht besonders schön, die armen alten Hunde dort im Tierheim zu sehen, deren Chancen sehr schlecht sind.
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Es ist auch grausam, die vielen Podencos zu sehen, deren Chancen auch sehr gering sind, da es einfach an Aufklärung zu dieser Rasse mangelt.
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Auch ist es nicht schön zu sehen, wie viele Schäferhunde einfach dort sitzen, auf der Erde rumliegen und nur auf den nächsten Tag oder Besuch eines Menschen warten.
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Daß diese Tiere alle dort gelandet sind, weil irgendein Mensch genau diesen nicht mehr wollte oder weil er wieder nicht auf seine nicht kastrierte Hündin aufgepasst hat, ist schon traurig genug. Auch ist es traurig, wie sehr manche Menschen ihre Augen vor dem schließen und sich sagen: Was habe ich damit zu tun. Aber genau diese Haltung prägt das Umfeld, prägt die Menschen in diesem Umfeld und damit schließt sich der Kreis und endet darin, daß diese Tiere dort sitzen, ohne das sie es sich selbst hätten aussuchen können. Vielleicht ist es für diese Tiere *Schicksal*, dass es Menschen gibt wie wir. Denn wir sind eine Gruppe von Tierschützern, die einigen dieser vielen Hunde eine neue Chance geben möchte – helfen Sie uns doch einfach dabei!
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Bilder - Eindrücke |
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Das Tierheim |
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Druckbare Version
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Jannadogs in Spanien
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